Das Paradoxon der Leichtigkeit
- Amina Welt

- 31. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ich möchte einfach nur was Leichtes schreiben. Was Leichtes fühlen. Leicht leben und mich dabei leicht fühlen – wollen wir das nicht alle?
Ich habe so sehr den inneren Wunsch nach Leichtigkeit, dass sich alles schwer anfühlt – besonders schwer ist dieses Nichts. Dieses durchbohrende und füllende Nichts.
Ich versuche es zu alchimieren, aber je mehr ich’s versuch, desto leerer und schwerer empfinde ich mich. Das Sein selbst.
Wenn ich was zu tun habe, ist das anders. Ich fühle mich leicht, und da liegt es, das Paradoxon des Lebens: Ganz klar vor mir.
Denn ich bin so erschöpft vom vielen Tun, dass die Leichtigkeit, nach der ich strebe, die ich nur empfinde, wenn ich rigoros auf Dauerbetrieb bin, mich in eine Erschöpfung zwingt, die mich entweder schlafen legt oder in Unruhe versetzt.
Selbst diese Zeilen machen mich müde und ich spüre die Erschöpfung in jeder meiner Zellen. Meine Augen werden schwer und die Kraft in meinen Fingern, Armen, Beinen, sie schwindet – selbst mein Herzschlag und mein Atmen sind schwer.
Ich kann nicht mehr und will so viel. Ich will alles und Nichts zur gleichen Zeit – ich fühle mich bereit.
Und ängstlich, alles alleine tragen zu müssen. Denn dafür bin ich zwar gerüstet, aber ich will’s einfach nicht. Nicht mehr.

Kennst du das auch – dieses Paradoxon zwischen dem Wunsch nach Leichtigkeit und der Schwere, die entsteht, wenn du sie suchst?



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